Aktivitäten

Die Aktivitäten der Landesre­gierung zum Aufbau der Geodateninfrastruktur werden im interministerieller Ausschuss (IMA GDI.NRW) koordiniert.

Zur Unterstützung des IMA GDI.NRW wurde eine Geschäfts- und Koordinierungsstelle bei der Bezirksregierung Köln, Abteilung 7/ Geobasis NRW eingerichtet. Die INSPIRE-Umsetzung in NRW ist eine sehr komplexe Aufgabe. Neben einer Reihe von Stellen, die sich mit den Kernprozessen der INSPIRE-Umsetzung befassen, sind viele weitere Stellen inhaltlich durch ein oder mehrere Annex-Themen der INSPIRE-Richtlinie involviert. Der IMA GDI.NRW nimmt auch hier die koordinierende Funktion zur Umsetzung der europäischen Vorgaben wahr.

NRW im Umfeld der INSPIRE-Richtlinie

Seit Jahren wird in NRW die diensteorientierte Bereitstellung raumbezogener Daten im Rahmen des Aufbaus der GDI-NRW engagiert betrieben. Auf Seiten der Landesverwaltung steht inzwischen eine zentrale GIS-Infrastruktur sowohl im Internet als auch im Intranet zur Verfügung. Auch auf kommunaler Seite gibt es eine Vielzahl kommunaler GDIen. Die Situation der Kommunen stellt sich insgesamt aber heterogen dar. Um die erheblichen Synergiepotentiale ausnutzen zu können, ist ein integrierter Ansatz erforderlich, der sowohl die organisatorischen, technischen und thematischen Anforderungen der INSPIRE-Richtlinie und der Durchführungsbestimmungen, als auch die weiteren Anforderungen im Bereich der Nutzung raumbezogener Informationen in NRW beachtet. Nur durch die Umsetzung dieses integrierten Ansatzes, der nicht explizit im INSPIRE-Kontext formuliert ist, ist die INSPIRE-Umsetzung in NRW erfolgreich. Isolierte INSPIRE-Strukturen wären auf Dauer ohne Perspektive gewesen.

Arbeitsschwerpunkte

Neben den sich ändernden technischen Anforderungen gilt es immer wieder neue inhaltliche Fragestellungen zu beantworten. Die Auswahl einzelner Arbeitsschwerpunkte in der folgenden Beschreibung gibt einen Überblick über einen Teil der Aufgaben.

INFRASTRUKTUR

Die informationstechnische Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie in der Landesverwaltung NRW und bei den Kommunen erfordert eine zentrale Infrastruktur. Für den Betrieb der zentralen Infrastruktur sind Anforderungen bezüglich Performance, Ausfallsicherheit und Schutz gegen Missbrauch zu berücksichtigen. Die Interoperabilität dieser zentralen Infrastruktur mit dem zentralen INSPIRE-Zugang des Bundes sowie dem INSPIRE-Portal der Europäischen Kommission muss gewährleistet sein. Hierzu gehört im Wesentlichen die Bereitstellung landesweiter Geo- bzw. Metadaten mittels verschiedener Darstellungs- und Downloaddienste wie WMS, WFS, OGC API Features und CSW. Die sich ändernden Anforderungen müssen beobachtet und ggf. in der Fortschreibung des Infrastrukturkonzeptes berücksichtigt werden.

Metadaten

Seit Dezember 2013 liegen für die Metadaten zu allen Annex–Themen operationelle Metadatendienste vor. Zur Bewältigung der komplexen Situation in NRW wurde ein landesweites fachliches und dv-technisches Konzept zur Erfassung und Pflege von Metadaten für Geoinformationen erarbeitet und umgesetzt.

View- und Downloaddienste

Die Durchführungsbestimmungen hinsichtlich der Netzdienste (VERORDNUNG (EG) Nr. 976/2009 DER KOMMISSION vom 19. Oktober) und der Interoperabilität von Geodatensätzen und –diensten (VERORDNUNG (EG) Nr. 1089/2010 DER KOMMISSION vom 23. November 2010) geben vor, auf welchen Standards und technischen Konzepten die Dienste aufzusetzen sind. Die inhaltlichen Festlegungen zu den einzelnen Annex-Themen und die Definition der Austauschformate und Darstellungsvorschriften werden in den jeweiligen Datenspezifikationen festgelegt.

GeoPortal

Den Bürgern, der Wirtschaft und der Verwaltung wurde ein einfacher Zugang zu den Geo-Diensten der Landesverwaltung und der Kommunen ermöglicht. Hierzu wurde das GEOportal.NRW eingerichtet, dass die in der INSPIRE-Umsetzung realisierte Infrastruktur nutzt, aber inhaltlich nicht auf die ANNEX-Themen beschränkt ist (Zugangsknoten für INSPIRE).

Die informationstechnische Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie in NRW ist ein ressortübergreifendes Projekt des IMA GDI.NRW.

  • Der IMA GDI.NRW entscheidet in allen Fragen von grundsätzlicher Bedeutung.
  • Die Geschäftsstelle des IMA GDI.NRW (BR Köln, Abtl. 7/ GEObasis.nrw) übernimmt die fachliche Koordinierung und zeichnet für die Einrichtung und Koordinierung der themenspezifischen Arbeitsgruppen verantwortlich.
  • Die technische Stelle - Geoinformationszentrum - (IT.NRW) übernimmt die erforderliche Weiterentwicklung der GIS-Infrastruktur innerhalb der Landesverwaltung NRW. In seiner Funktion als Landesdatenverarbeitungszentrale (LDVZ) steht das IT.NRW als IT-Volldienstleister schwerpunktmäßig der Verwaltung im Land NRW zur Verfügung.

Weitere Arbeitsgruppen

Die Mitglieder der einzelnen Arbeitsgruppen setzen sich aus Vertretern der Landesverwaltung und Kommunen zusammen.

AG METADATEN

Aufgaben:

  • Das Metainformationssystem der GDI-NW für die Geodaten der Landes- und der Kommunalverwaltung an die sich ändernden fachlichen und technischen Anforderungen anpassen.
  • Erweiterung des Fachkonzeptes für das Zusammenwirken dieser Lösung mit den bereits bestehenden Systemen, sowie der weiteren Erfassung, Pflege und Nutzung der Metadaten. Dieses Fachkonzept berücksichtigt sowohl die aktuellen Anforderungen einer allgemeinen Nutzung raumbezogener Daten als auch der INSPIRE-Richtlinie.

AG GEOPORTAL

Aufgaben:

  • Definition der fachlichen und technischen Anforderungen an das Geoportal NRW.
  • Erarbeitung und Pflege einer Struktur für die allgemein informierenden Webseiten gdi.nrw.

AG COPERNICUS

Aufgaben:

  • Ermittlung der fernerkundlichen Fachverfahren sowie die daraus abzuleitenden Anforderungen an eine Copernicus-Daten Infrastruktur für die Landes- und Kommunalverwaltung.
  • Entwicklung und Pflege eines Betriebskonzeptes für die Copernicus-Daten Infrastruktur.
  • Betrieb einer Kommunikations-Plattform über das Geoportal.NRW.